( 41 )

Gut Birschels

Seine Lage hat den Hof seinen Namen gegeben. Am Rande von  Osterholz war reichlich Gelegenheit gegeben das Wild mit  Spürhunden aufzubringen. Dies nannte man früher in den  verschiedenen Schreibweisen „birsen“ oder „birschen“ oder „Birssel“ oder „Byrzel“.

 

Gut Birschels

 

In einem Zinsverseichnis von Corvey wird  der Hof 1430 erwähnt. Er dürfte aber bedeutend älter sein. Anfang  1600 wohnte dort Kons Birsel. Der jüngste Sohn wurde 1553 Pastor zu Gruiten. Um 1650 holten Haaner Bauern regelmäßig hier am Hof aus einem Kalkofen ihren Kalk. Im Jahr 1963 wurde der Steinbruch von den RWK übernommen.

Als 1840 die Eisenbahn durch das über 300 Morgen große Land geführt  wurde, stieß man auf Erzvorkommen, das in Schichten von 2 – 4m und  40m tief abgebaut wurde. Der Abbau war nicht von langer Dauer. Aus dem Gewerkschaftsfest  der Erzabbauer am 1. Sonntsg im Oktober entwickelte sich die  Gruitener Herbst- oder Puffelskirmes. 1873 übernahm Wilhelm Imbusch den Hof und baute den Betrieb  vorbildlich aus. 1973 feierte man in der 4.Generation das 100-jährige Jubiläum.

Der Hof wird heute noch bewirtschaftet.