Joachim Neander
der Namensgeber des Neandertals

Joachim Neander wurde ca.1650 in Bremen geboren. Sein Vater, der Lateinschullehrer Johann Joachim Neander stammt aus einer alten Pastorenfamilie, die sich früher Neumann nannte.
Bis zu seinem 16.Lebensjahr besuchte Neander die Schule seines Vaters. Anschließend studierte er reformierte Theologie in Bremen.

1670 geriet er unter den Einfluss des Erweckungspredigers Theodor Undereyck. Joachim Neander war als Erzieher unter anderem in Heidelberg und Frankfurt am Main tätig. 1674 wurde Neander in Düsseldorf Rektor der Lateinschule der reformierten Gemeinde sowie Hilfsprediger.

Joachim Neander wanderte oft im nahem Düsseltal, wo er inmitten der gewaltigen Naturkulisse viele seiner Lieder dichtete.

Im Düsseltal fanden auch Versammlungen statt, bei denen Neander predigte. Der abgeschiedene Ort war auch ideal, um der kritischen Kirchenleitung aus dem Weg zu gehen.

 

Diese Schlucht wurde um ca. 1800 nach dem berühmten, in Düsseldorf lebenden Pastor, Komponisten und Kirchenmusiker
Joachim Neander Neandershöhle und ab ca. 1850 Neandertal genannt. Durch den Kalksteinabbau ab 1849 ist auch diese Enge heute nicht mehr vorhanden, sondern ein weiträumiges Tal entstanden.

1856 wird dort bei Steinbrucharbeiten das Skelett eines prähistorischen Menschen, des “Neandertalers” gefunden.

Schließlich wird Neander 1679 als dritter Pfarrer an der St. Martinikirche in Bremen angestellt, bei seinem geistlichen Vater Theodor Undereyk. Am 31.05.1680 stirbt Joachim Neander in Bremen.

Zu seinen bekanntesten und meistgesungensten Liedern gehören "Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren" und "Wunderbarer König".

Fuhlrott-Gedenkstein

Der Neandertaler

Im August 1856 stießen Steinbrucharbeiter beim Kalkabbau in der kleinen Feldhofer Grotte im Düsseltal auf Überreste eines menschlichen Skeletts, dem „Neandertaler“. Die Arbeiter hielten die berühmten Skelettteile damals noch für Bärenknochen und ließen sie im Schutt liegen.
Der Steinbruchbesitzer fand die Knochen und gab sie dem Lehrer und Naturforscher Johann Carl Fuhlrott (1803 - 1877). Der begutachtete sie und stellte fest, dass es fossile Überreste früher menschlicher Vorfahren waren, die in der Eiszeit lebten. Schon damals wusste Fuhlrott um die Bedeutung dieses Fundes.
Zu Fuhlrotts Zeit war die Naturwissenschaft noch verkannt, denn die Darwinsche Lehre von der Entstehung der Arten durch die Evolution wurde erst 1859 veröffentlicht.

Fuhlrotts Annahme, dass es sich um einen fossilen Menschen handelte, stieß auf Unverständnis, doch Fuhlrott lieb bei seiner These der frühen Menschenart.

Die wissenschaftliche Anerkennung erlebte Fuhlrott aber nicht mehr!

 

Foto Archiv Breidbach

Der Rabenstein, Neandertal

 

 

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Daten und Ereignisse überwiegend entnommen aus folgenden Veröffentlichungen:

 

Frau Rostock geb. Vömel, Archiv Breidbach, Lothar Weller