Die Haaner „Giftfabrik“

Ein Umweltskandal in der Gartenstadt?

Vorgeschichte

 

Die chemische Forschung erhielt seit Anfang der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts neue Impulse, welche das Zeitalter der künstlichen Farbstoffe einleiteten. Durch das Aufblühen der Teerfarbenproduktion wurde gleichzeitig auch jene der Säuren stark entwickelt.1) Die junge Farbenindustrie, in England und Frankreich begründet, verpflanzte sich kurz danach auch ins Rheinland, wo sie Unternehmer aus Krefeld, Elberfeld sowie Barmen zuerst aufnahmen.2) Bereits um 1860 hatte sich das chemische Gewerbe zu einem der wichtigsten Industriezweige des Wupper - Tals entwickelt. Als Zentrum konnte Barmen angesehen werden.

 

Hier begann die Firma Carl Jäger schon 1858 mit der Produktion der im gleichen Jahr in Lyon hergestellten roten Anilinfarbe Fuchsin.3) Um davon 100 kg herstellen zu können, benötigte man 1000 kg Arsensäure, wovon etwa 600 kg als Abfall verloren gingen. Die Rückstände, die Arsenkalk enthielten, sollten zunächst aufbewahrt und später an einem geeigneten Ort abgelagert werden. Bis Ende der 1860er Jahre wurden sie einfach vor der niederländischen Küste im Meer versenkt.4) Als die Haager Regierung diese „Entsorgung“ verbot, sollte der Arsenkalk in entsprechend gekennzeichneten Fässern verpackt und deponiert werden. Doch dafür taugliche Orte waren im dichtbesiedelten Rheinland rar.

 

Der Kölner Chemiker Stöß unternahm deshalb 1866 den Versuch, aus den arsenhaltigen Abfällen der Anilinfabrikation neue Arsensäure zurückzugewinnen, die bisher hauptsächlich aus England eingeführt werden mußte. Eine entsprechende Produktionsstätte wollte er in Elberfeld errichten, doch erhoben sich dagegen sogleich Einwände. Auch der dortige Bürgermeister zählte zu den Protestierenden. Die Königliche Regierung in Düsseldorf spielte die ganze Angelegenheit herunter. Sie vertrat eindeutig die Interessen der Farbenindustrie, hauptsächlich vor dem Hintergrund der französischen Konkurrenz. Der preußische Minister für Handel und Gewerbe verweigerte indes die Konzession so lange, bis sich ein geeigneter Platz finden ließe. Den glaubte Stöß inzwischen in der bis zum 1.9.1867 zur Bürgermeisterei Haan gehörenden Gemeinde Sonnborn gefunden zu haben. Später bestritt die Firma Jäger, diesen heutigen Wuppertaler Stadtteil als Standort ins Auge gefaßt zu haben.5)

 

Auch hier trafen die Betreiber auf Widerstand. Privatbesitzer, Bürgermeister und Landrat meldeten Protest an. Nun schloß sich Stöß mit dem Barmer Farbenfabrikanten Carl Jäger zusammen, um mit ihm endlich einen geeigneten Standort für ihr gemeinsames Vorhaben zu finden. Gegen Letztgenannten lief aber schon seit 1863 ein Verfahren, in dem ihm vorgeworfen wurde, Arsenschlamm in die Wupper geleitet zu haben. Die betroffenen Behörden scheinen Jäger, der sich seit 1865 allmählich ins Privatleben zurückgezogen hatte, jahrelang begünstigt zu haben, wo doch behauptet wurde, daß sein Firmengelände von einer „übelwollenden Nachbarschaft umgeben“ sei. Er soll sich „besonderer Connexionen“ erfreut haben. Kein Wunder, wenn es denn stimmte. War er doch schließlich Stadtrat in Barmen gewesen, und zwei seiner Söhne saßen später als Abgeordnete im preußischen Land- bzw. im Rheinischen Provinziallandtag.6)

 

Arsensäurefabrik

 

Die Wahl des Kölner Chemikers und Barmer Fabrikanten fiel um die Jahreswende 1867/68 auf Haan. Wie so viele Wuppertaler Unternehmer waren auch diese beiden in die nähere Umgebung ausgewichen, bewogen durch Lohn-, Umwelt- ­und Sicherheitsgründe. Das Erstgenannte mochte auf den geplanten Standort zutreffen.

 

An dem Projekt beteiligten sich noch zwei andere Firmen: Oehler aus Offenbach und Bayer aus Elberfeld. An der Gruitener Straße glaubten alle Beteiligten, endlich den geeigneten Ort gefunden zu haben, um aus Arsenkalk neue Arsensäure gewinnen zu können. Dieses Verfahren war bisher in Deutschland noch nicht erprobt worden, es hatte nur einen Versuch dieser Art in Frankreich gegeben. Auf einem Ofen sollten die mit Kohle versetzten Rückstände verbrannt und die Dämpfe anschließend durch einen unterirdischen Kanal in ein weitläufiges Kammersystem geleitet werden. Hier sollte sich die arsenige Säure als Pulver niederschlagen und mit Hilfe von Salpetersäure in Arsensäure umgewandelt werden. Die dabei entstehenden Gase mußten  durch einen hohen Schornstein ins Freie gelangen.7)

 

Seit 1865 existierten bereits umfangreiche Schutzbestimmungen über den Umgang mit Arsensäure. Im März 1868 protestierte der Haaner Gemeinderat bei der Königlichen Regierung zu Düsseldorf gegen den Bau einer Arsensäurefabrik, „da hierdurch nicht nur die Vegetation der umliegenden Grundstücke und die Gesundheit der zu Klappmütze wohnenden Menschen leide, sondern bei einem etwaigen Bau der Chaussee vom Dorfe Haan nach Station Haan (heute Bahn­hof Gruiten) hier sich niemand erbauen könne, was im anderen Fall zu erwarten steht, wenn die Fabrikanlage nicht gemacht wird“. Mitte November jenen Jahres erhielt Jäger die Konzession für seine Fabrik.

 

Es kam häufig vor, daß bei der Konzessionierung von gewerblichen Anlagen Techniker und Chemiker deren Zulässigkeit befürworteten, während die Medizinalbehörden ganz unbeteiligt blieben. „Das eklatanteste Beispiel bietet ... wohl die.., so oft genannte Arsensäurefabrik zu Station Haan“. Am 12. Dezember beschloß der Gemeinderat, gegen die Entscheidung aus Düsseldorf beim Königlichen Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten Recours zu erheben, „um einer Vergiftung der Luft und des Wassers, sowie der Pflanzen in der Umgebung der Fabrik vorzubeugen.“ Ferner befürchtete die Gemeinde, „durch die Vergiftung der in der Fabrik beschäftigten Arbeiter bedeutenden Nachteil, da dieselben, sowie ihre Familien der Armenkasse zur Last fallen“.

 

Bis April 1869 war mit der Produktion jedenfalls noch nicht begonnen worden.8) Inzwischen hatte sich nämlich weiterer Widerstand formiert. Zehn Privatpersonen - darunter der katholische Pfarrer Zietz aus Gruiten, Gemeinderäte aus Obgruiten und die Königliche Eisenbahngesellschaft zu Elberfeld protestierten gegen die Inbetriebnahme. Die Düsseldorfer Regierung wies alle Einwände mit der pauschalen Begründung zurück, die Befürchtungen seitens der Umwohner seien wegen der „isolierten Lage der Fabrik nicht relevant“. Abweichend von seinen bisherigen Entscheidungen unterstützte diesmal auch das Handelsministerium den Beschluß der Düsseldorfer Regierung. Es ging ihnen jetzt nur noch darum, mit der Produktion so schnell wie möglich zu beginnen. Der ökonomische Profit für die Arsensäurefabrik besaß also Vorrang vor der Gesundheit der Haaner Bevölkerung.

 

Zu erneuten Protesten nach der Genehmigung kam es bereits 1870, als Ernst Rudolf Jäger, jüngster Sohn von Carl und erst seit einem Jahr in der Firma (im Vorstand in Haan saß er ab 1875), das Produktionsverfahren ändern wollte. Der Kreisphysikus fürchtete ein Entweichen arsenhaltiger Dämpfe in die Atmosphäre. Daraufhin ließ Bürgermeister Hirsch sämtliche Bauarbeiten, die im Zusammenhang mit den beantragten Änderungen standen, einstellen, wozu er jedoch gesetzlich nicht berechtigt war.

 

Ende 1870 wurde nach vielen Gutachten und Verhandlungen ein Versuchsbetrieb gestattet. In der Folgezeit stellte sich heraus, daß „sämtliche Arbeiter an Kopfschmerzen, Brustbeklemmung, Wundsein, Schwellungen, Blutarmut“ usw. litten. Dennoch blieb die Düsseldorfer Regierung bei ihrer Linie und erteilte der Firma am 6. Mai 1871 die Konzession, „die Veränderungen, wie geplant, in regulären Betrieb zu nehmen“. Eine Fabrikordnung lag einen Monat später vor.

 

Die Anschuldigungen gegen die Firma gingen indes weiter, z.B. daß sie Anilinrückstände immer noch außerhalb der Fabrik im Freien lagere, Abwässer in die Straßengräben gelangen und Staub aus den nicht geschlossenen Fenstern entweichen lasse. Ansonsten blieb es bis in den Herbst 1872 um die Fabrik ruhig, zumal auch seit diesem Jahr 22 detaillierte Konzessionsbedingungen vorlagen.9)

 

Inzwischen war sie seit Herbst 1871 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Das Grundkapital von 50.000 Talern war zu 50 Aktien in gleicher Höhe auf Namen ausgestellt worden. Ihr offizieller Name lautete „Chemische Fabrik bei Station Haan“.10) Im Oktober 1872 geriet die Firma in den Blickpunkt einer größeren Öffentlichkeit. Wahrscheinlich erwähnte das Rheinische Volksblatt am ersten jenes Monats erstmals vergifteten Honig im Umkreis der Fabrik. Mehrere, auch regionale Tageszeitungen berichteten nun bis Jahresende ständig aus dem Umfeld des Haaner Unternehmens. Von amtlicher Seite wurden diese Berichte als „völlig entstellt“ abgetan. Die beschuldigte Firma warf ihrerseits der Kölnischen Zeitung vor, „eine unbedeutende Localfrage zu einem Weltereignis aufzupauschen“.11)

 

Der Ausstoß arsenhaltiger Gase hatte eine Artikelserie in der Tagespresse ausgelöst. Laut Firmenleitung, die diesen Vorgang lange zu vertuschen versuchte hatte, galt er nicht als strukturell bedingt, sondern als Folge eines einmaligen Katastrophenfalles, weil ein Rohr geplatzt war.12)  Eine große Anzahl von Bewohnern und Grundbesitzern aus der Umgebung des Unglücksortes nahmen diesen Ausstoß zum Anlaß, alle früheren Vorwürfe gegen die Fabrik zu wiederholen. Etwa 50 Beschwerdeführer hatten sich auf der Gruitener Straße eingefunden, darunter auch frühere Arbeiter, die über Arsenikvergiftungen (Magenschmerzen, Brennen im Rachen und Erbrechen) klagten. Seine krebserregenden Wirkungen, die heute eindeutig erwiesen sind, scheinen seinerzeit noch nicht bekannt gewesen zu sein. Schleichende chronische Vergiftungen können bei fortgesetztem Einatmen von arsenikhaltigem Staub erfolgen, und dieser soll damals aus dem Schornstein gekommen sein.13)  

 

Vom 12. bis 22. November 1872 wurden 56 Personen über gesundheitliche Schäden von den Behörden befragt, sowie über Vergiftungen bei Obst, Gemüse, Getreide, Trinkwasser und Bienen. Der Ackerer Dörner hatte den Betrieb inzwischen sogar verklagt. Das Ergebnis der Untersuchung ergab: Übelkeit und Erbrechen in 45 Fällen, Magendrücken und Durchfall in 35, Atemnot und Brustbeklemmung in 23, Leibschmerzen sowie Kopfschmerzen in 5 Fällen. Von den Betroffenen wurde sogar der Tod eines Kindes als Folge der Aufnahme von vergifteter Milch vermutet. Diesen Zusammenhang bestritt Jäger jedoch vehement. Weiterhin beklagten die Umwohner den Tod von Bienenvölkern, die geringe Menge und Qualität der Milch sowie den Verlust dreier Kühe.14)  

 

Die Betroffenen verlangten eine Entschädigung und die Schließung der Fabrik, notfalls wollten sie sich in einer Petition an den Reichstag oder gar Kaiser wenden, was später wahrscheinlich auch geschehen ist. Im Wirtshaus der Station Haan kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen aufgebrachten Anrainern und Fabrikarbeitern, welche sicherlich um ihren Arbeitsplatz fürchteten. Der Sammtgemeinderat beschloß jedenfalls, die Stillegung der Anlage von allen Spezialge­meinden (Obgruiten, Ellscheid, Gruiten und Haan) gemeinsam tragen zu lassen. Ferner sprach die Gemeinde dem Konsul Wilhelm Krumbügel aus Düsseldorf ihren Dank dafür aus, „daß er einen Theil der Kosten des Verfahrens auf Untersagung der feineren Benutzung der Fabrik zu tragen übernommen habe“. 15)  

 

Die Erregung um die Fabrik hatte sich Ende 1872 derart ausgeweitet, daß sie der Haaner Bürgermeister ohne Wissen und Billigung der Düsseldorfer Regierung schließen ließ. Ihre Inhaber warfen Bürgermeister Hirsch vor, er maße sich chemische Kenntnisse an, weil er früher einmal Photograph gewesen sei. Ferner übertreibe er maßlos und habe die Bevölkerung sogar zur Gewalttätigkeit aufgerufen. Der Haaner Gemeinderat verteidigte seinen Vorsteher einmütig in der Elberfelder Zeitung gegen solche Vorwürfe des Unternehmens.16)  

 

Die Königliche Regierung erkannte die Stilllegung als nicht rechtens an. Nach längeren Unter­suchungen kam sie zu dem Schluß, daß von der Fabrik „keine überwiegenden Nachtheile und Gefahren für das Gemeinwohl“ ausgingen. Im Jahre 1874 wurden neue Sublimieröfen genehmigt, deren Abgase wesentlich weniger Arsen enthalten sollten. In diesem und im darauffolgenden Jahr kam es zu mehreren Revisionen der Anlage, die ohne Beanstandungen verliefen.17)  

 

In Brüssel fand 1876 eine „Internationale Ausstellung für Gesundheitspflege und Rettungswesen“ statt, zu der Dr. med. Beyer, Mitglied der Königlichen Regierung zu Düsseldorf, einen Bericht über die „Fabrik - Industrie des Regierungsbezirks Düsseldorf vom Standpunkt der Gesundheitspflege“ verfaßte. Der Autor galt als entschiedener Vertreter von Unternehmerinteressen. Möglicherweise hatte er die Haaner Fabrik jedesmal vor einer Revision rechtzeitig gewarnt, um das Schlimmste vertuschen zu können.

 

So kam er diesbezüglich zu folgenden Ergebnissen.

 

1.)

„In der That ist auch bis jetzt nicht constatiert worden, daß die an dem Ofen   beschäftigten Arbeiter durch Einwirkungen der arsenikhaltigen Dämpfe erheblich geschädigt worden seien“.

 

2.)

„In der Luft des Kamins konnte ... niemals Arsen nachgewiesen werden“.

 

3.)

„Trotz mehrjährigem Betrieb ... haben ... sowohl das Laub der Bäume, wie die Futtergewächse ... niemals nachweisbare Spuren der Einwirkung arseniger Säure gezeigt“.

 

Lediglich nach dem Störfall von 1872 sei Arsen in die „Umgebung entwichen“. „In der That gelangte durch den eben erwähnten Unfall, über dessen Entdeckung mehrere Tage hingingen, ein nicht unerhebliches Quantum verbrannter arseniger Säure in die Umgebung der Fabrik“.

 

Beyer gab auch eine Schädigung von Pflanzen und Vieh zu, bestritt aber die Beeinträchtigung der Anwohner. Er mußte aber immerhin zugeben, daß die Lage der Fabrik vom „medizinal - polizeilichen Standpunkt“ nicht geeignet erscheine, und daß die Furcht der Umwohner „nicht ganz unberechtigt“ sei. „Derartige Fabriken gehören ein für allemal in öde Gegenden“, resümierte er.18)  

 

Die relative Ruhe um das Unternehmen in der Folgezeit endete jäh, als am 6. August 1876 gegen sechs Uhr morgens in dem Raum, in welchem die Asche des abgerosteten Arsenkalks lagerte, ein Brand ausbrach, welcher das Gebäude größtenteils zerstörte.19)  

In jenem Raum befanden sich auch noch - widerrechtlich - etwa 200 mit arseniger Säure gefüllte Fässer, von denen nur wenige vor den Flammen gerettet werden konnten. Das Feuer war erst gegen Mittag unter Kontrolle. Folglich war „viel Arsenik in die Luft gegangen und auf die Felder zerstreut worden“. Die Arbeiter mußten die auf dem Boden zerstreuten Arsenikreste mit bloßen Händen aufsammeln. Bei der verbrannten arsenigen Säure handelte es sich um englische Produkte, obwohl der Firma nur erlaubt war, die Rückstände der Barmer und Elberfelder Anilinfabriken zu verarbeiten.

 

Die gesamte Anlage bot indes ein erschreckendes Bild. Zahlreiche Platten des als wasserdicht geltenden Fußbodens waren zerbrochen, roher Arsenkalk lag ebenso herum wie Bruchstücke von Fässern. Der technische Leiter der Fabrik, Wilhelm Neuhaus, besaß angeblich keine ausreichenden chemischen Kenntnisse und war bereits über 70 Jahre alt. Er schien somit dem ganzen Geschehen völlig hilflos gegenüber zu stehen.

 

Ende 1876 stellte der preußische Fabrikinspektor allein für die letzten sieben Monate des Jahres ein halbes Dutzend Verstöße gegen polizeiliche Vorschriften fest. Die Königliche Regierung erwog nun ernsthaft, gegen die Fabrik vorzugehen. Die drei Betriebsleiter wurden angeklagt und zu jeweils 150 Mark Geldstrafe oder ersatzweise zehn Tagen Haft verurteilt. Ein Gericht befand sie für schuldig, von August bis Oktober 1876 gegen die Gewerbeordnung verstoßen zu haben.

 

Das Unternehmen besaß nun außerdem noch die Stirn, um die Erlaubnis nachzusuchen, auch englisches Arsenik verarbeiten zu dürfen. Noch verwunderlicher, daß dem stattgegeben wurde.

 

Der Schutz der Bürger spielte also auch jetzt keine Rolle. Ende 1879 kam es in der Umgebung der Fabrik erneut zu Vergiftungen. Die Felder sollen derart mit Arsenik bedeckt gewesen sein, daß sie wie verschneit aussahen. Trotzdem stellte Medizinalrat Dr. Beyer 1880 fest, „daß die Fabrik seit jener Zeit (1873) ungestört fortgearbeitet habe ...‚ ohne daß die früheren Klagen über Gesundheitsschädigung resp. Vergiftung der Umwohner wieder angebracht worden wären“. Dennoch müssen sich die technischen Anlagen in einem derart desolaten Zustand befunden haben, daß ständig arseniksaure Dämpfe ausströmten. „Die ... chemische Fabrik macht ihren Nachbarn viel Leid“, konstatierte die Bergische Zeitung am 5. Juli 1881. Einem Anwohner, dessen Felder große Schäden aufwiesen, zahlte die Firma im­merhin 450 Mark als Entschädigung, eine relativ hohe Summe für die damalige Zeit.20)  

 

Im Sommer jenes Jahres gab es eine verheerende Seuche unter den Bienen in den Kreisen Düsseldorf, Solingen und Mettmann, der allein in Haan 79 Völker zum Opfer fielen. In den toten Tieren wurde Arsenik gefunden, ebenso auf Feldern in einer Entfernung bis zu 500 Metern von der Fabrik. Aber auch dies führte noch nicht zur Stillegung des Betriebs. Der offizielle Bericht der Düsseldorfer Regierung über die Jahre 1883 bis 1885 verzeichnete keinerlei Beanstandungen. Erst am 14. Dezember 1886 beschloß die Generalversammlung der Aktionäre die Auflösung und Liquidation der Gesellschaft.21) Offiziell stellte sie am 30. April 1888 ihren Betrieb ein, wahrscheinlich aber schon über ein Jahr früher. Die Walder Zeitung hatte schon Anfang Januar 1887 von der Stillegung berichtet, da es auf dem Gebiet der Arsenikgewinnung inzwischen viele Neuerungen gab.22)  

 

Nach dem kurzen Zwischenspiel von Bayer (siehe nächstes Kapitel) sahen sich die Besitzer der Arsensäurefabrik vor die Aufgabe gestellt, ihre Produktionsabfälle zu entsorgen. Die Behörden ließen ihnen dazu mehr als ein Jahr Zeit, um über 800 Kubikmeter Arsenrückstände zu beseitigen. Der Landrat sah in dem Versuch der Eigentümer, die Anlage zu verkaufen, ein Manöver, um sich vor ihren Entsorgungspflichten zu drücken. Er­neut war die Gesundheit der Haaner gefährdet, das sah diesmal auch die Düsseldorfer Regierung so. Die Unternehmer protestierten dagegen, daß sie ihren Verpflichtungen nachkommen mußten mit dem Hinweis, ihnen gehöre die Fabrik seit August 1889 nicht mehr. Dem hielt der Landrat entgegen, es habe sich um einen Scheinverkauf gehandelt und bestand auf der Erfüllung. Nach einem Einspruch der Unternehmer gab das Berliner Oberverwaltungsgericht den rheinischen Behörden recht.

Noch im Jahre 1898 waren nicht alle Rückstände fortgeschafft. Im April dieses Jahrs bat die Werksleitung in einem Brief an die Düsseldorfer Regierung darum, die Entsorgung abbrechen zu dürfen, da eine Analyse festgestellt habe, daß der Arsengehalt unter 1% liege und somit unschädlich sei, außerdem seien die Kosten außerordentlich hoch, zumal sich die Firma seit Jahren in Liquidation befinde.

Unterschrieben war der Brief von Dr. Böttinger, Schwiegersohn von Friedrich Bayer. von 1883 bis 1906 im Vorstand dieses Unternehmens und seit 1884 im Aufsichtsrat der Haaner - AG.

Wenige Jahre später stiftete jener Unterzeichner die „bunten Fenster“ des Haaner Rathausneubaus.

Wann und ob das Problem der Arsenentsorgung endgültig gelöst worden ist, läßt sich bislang nicht feststellen. Das 1990 in Hochdahl gefundene Arsen, dessen Herkunft nicht eindeutig geklärt werden konnte, steht damit höchstwahrscheinlich in keinem Zusammenhang.

In der Festschrift der Firma Jäger aus dem Jahre 1926 heißt es jedenfalls: „Aber heute mögen noch die Rückstände dort oben bei dem Oertchen Haan im Schoße der Erde ruhen, und die Sage von arsenhaltigen, also giftigen Anilinfarben ist bis auf den heutigen Tag im Volksmunde lebendig.23)  

Ida Haarmann

in der Arbeitskleidung der Pikrinfabrik vor 1908

 

 

Farbenfabrik Elberfeld

 

Am Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts befand sich für kurze Zeit die „Farbenfabrik Elberfeld“ (Bayer) auf dem Gelände an der Gruitener Straße, das sie im Mai 1888 angemietet hatte, um es für ihre „Zwecke zu adaptieren“. In Barmen hatte das Unternehmen Schwierigkeiten bei der Herstellung des neuen Schlafmittels Sulfonal bekommen, wozu als Rohprodukt Merkaptan benötigt wurde. Nachbarn hatten sich dort über dessen entsetzlichen Gestank beschwert, der verdünnt sogar noch stärker zu riechen war als in konzentrierter Form.

 

Die Anwohner sammelten Unterschriften, und im Laufe der Zeit nahmen die Klagen über den „Katzengeruch“ immer mehr zu, bis es im April 1888 zur Schließung des Betriebs kam, der mit seinem Geruch ganz Oberbarmen in Aufruhr versetzt hatte.

 

Also suchte Bayer einen anderen Ort, wo man glaubte, die Produktion ungestört fortsetzen zu können und fand ihn in Haan. Hier fiel die Wahl auf das „unwirtlich(e) ... alte ruinenhafte Gemäuer“, die „sogenannte Giftbude“, die als „Refugium passend erschien“.24)  In einem Versuchsbetrieb sollte nun die mit so vielen Unannehmlichkeiten verbundene Merkaptanherstellung verbessert werden. Bürgermeister Hirsch erhob sogleich wieder Einspruch, doch erneut erteilte die Düsseldorfer Regierung die Genehmigung, allerdings unter der Bedingung, daß bei Belästigung der Nachbarschaft die Anlage sofort geschlossen werden müsse.

 

Nun gab auch Hirsch seine Einwilligung, zumal Bayer inzwischen 1.000 Mark in die Gemeindekasse gespendet hatte. Das Unternehmen hatte möglicherweise von Anfang an die geforderten Auflagen nicht einhalten wollen, um die Betriebsgenehmigung zu erlangen.

 

Doch bereits ab 23. Juni, also nur 13 Tage nach der Genehmigung, beschwerten sich elf Personen über den „ekelerregenden Geruch“. Sie erschienen auf dem Bürgermeisteramt und berichteten, der Gestank aus dem Schornstein sei noch in 600 Meter Entfernung unerträglich. Ferner klagten sie über Übelkeit, Erbrechen und Beklemmungen in der Brust. Es folgten weitere Klagen von über 40 Personen, die ihre Gesundheit beeinträchtigt sahen. Von einer kontinuierlich abnehmenden Belästigung der Haaner - wie von Bayer versprochen - konnte also nicht die Rede sein.

 

Am 19. Juli richtete der Haaner Gemeinderat einstimmig an den Regierungspräsidenten die Bitte, die Versuche mit Merkaptan sofort einstellen zu lassen, weil „die ganze Umgegend bis auf eine halbe Stunde weit schwer darunter leidet“. Selbst der Aufenthalt auf dem Acker sei je nach Windrichtung wegen des unerträglichen Geruchs nicht möglich. Dennoch glaubte die Königliche Regierung weiterhin mehr den Versprechungen der Firmenleitung und genehmigte die Fortsetzung der Versuche.

 

Aber die massiven Proteste rissen nicht ab. Und jetzt kam es in der 20jährigen Geschichte der Fabrik zur ersten konsequenten Haltung seitens der Behörden. Mitte September 1888 legten sie den Betrieb still. Seit Anfang des Monats waren zumindest Zeitungsleser schon über diese frohe Kunde vorher informiert worden.25)   Zeitgenossen berichteten, wie im Zug von Station Haan nach Barmen die in der „Giftbude“ arbeitenden Chemiker als „Stinkdoktoren“ bezeichnet wurden. Gleichermaßen erzählten sie, daß sie trotz eines gründlichen Bades nebst Haarwäsche immer noch nach „diesem scheußlichen Merkaptan“ rochen, von dem noch 1/300.000 Milligramm durch die Nase wahrgenommen werden konnte.

 

Nach der Schließung veräußerte Bayer den Haaner Betrieb und ließ sich in der Lüneburger Heide als „Inbegriff aller Einsamkeit“ nieder, um sein Schlafmittel - vielleicht unbehelligt - produzieren zu können.26)

 

 

Chemische Fabrik Carl vom Bauer

 

Seit dem Ende der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts betrieb Carl vom Bauer eine „Fabrik chemischer Produkte“ in Elberfeld.27)

Im Herbst 1900 beabsichtigte er, im einstigen Bayer-Werk in Haan eine Niederlassung zu errichten. Die Kosten hierfür sollten sich auf 100.000 Mark belaufen, fielen aber später wesentlich höher aus. Auf dem Bürgermeisteramt legte der Firmenchef Pläne und Beschreibung des Projektes aus und bat Anfang September jenen Jahres Bürgermeister Czettritz um eine baldige Bauerlaubnis zur Inbetriebnahme einer Pikrinsäurefabrik. Dagegen erhoben am 22. Oktober vier Haaner Bürger Einspruch. Sie befürchteten vom Absetzen chemischer Partikel Wachstumsstörungen in Feld und Garten. Einen weiteren Einspruchsgrund stellte ein „unangenehmer, beklemmender, die ganze Gegend belästigender Geruch“ dar, sowie die Angst vor einer Explosion.28)

 

Diese Furcht schien begründet, denn Pikrinsäure verbrennt beim Entzünden an der Luft mit starker Rauchbildung. Mit Hilfe von Knallquecksilber zur Reaktion gebracht, erfolgt eine heftige Explosion. Verwendung fand diese Säure vor allem als Färbemittel für Seide, Wolle und Leder, aber auch als Sprengstoff.29)  

Dennoch wurde am 8. Januar 1901 die Konzession zu ihrer Herstellung erteilt und im darauffolgenden Jahr mit der Produktion begonnen. Als Sicherheitsauflagen mußte die Firma u.a. Blitzableiter anbringen, undurchlässige Fußböden (neu) errichten und für das tägliche Bad der Arbeiter Sorge tragen.30)  

 

Mangelndes Fingerspitzengefühl bewies zweieinhalb Jahre später das Haaner Rote Kreuz, das „an der hiesigen sogenannten Giftfabrik“ eine große Übung mit Sanitätskolonnen aus der Umgebung abhielt. Geübt werden sollten das Lagern und Verladen Verwundeter, nachdem ein simulierter Brand auf die Fabrik übergegriffen hatte. In dem ausführlichen Bericht der Lokalzeitung über die­se Übung ist von einem tatsächlichen Feuer vor gut einem Vierteljahrhundert sowie von der Gefährlichkeit des Pikrins überhaupt nicht die Rede. Besonders makaber war die Tatsache, daß viele Schaulustige dem Treiben zugeschaut hatten.

 

Im Herbst 1905 ersuchte Carl vom Bauer um eine Genehmigung zur Veränderung der Produktionsstätte. Er beabsichtigte, nun vor allem Kupfer- und Eisenvitriol herzustellen. Hiergegen protestierten 2 Haaner Mitbürger, 27 andere erklärten dagegen am 11. Januar 1906, daß sie sich von der Produktionsveränderung in keiner Weise geschädigt oder belästigt fühlten. Zwei Wochen später erfolgte die Erlaubnis zur Herstellung der Vitriole unter gewissen Auflagen, die vom Bauer in einem Brief an die Stadt einzuhalten versprach.31)  Doch spätestens im Frühjahr 1907 scheint die Produktion ganz eingestellt worden zu sein, denn das gesamte Gelände gelangte in den Besitz des Bauunternehmers Karl Neveling aus Elberfeld.32)

 

 

Chemische Fabrik Walther Wolff

 

Der erste Weltkrieg brachte im industriellen Sektor Strukturveränderungen, die besonders in der chemischen Industrie zu gewaltigen Zuwachsraten führten. Lieferte z. B. Bayer im August 1914 nur 0,29% seiner Produktion ans Militär, lag dieser Anteil ein Jahr später schon bei knapp 57%. Die Rüstung erzwang Einsparung und Umlenkung von Rohstoffen. Schon wenige Monate nach Kriegsbeginn stellte sich Munitionsmangel ein, von dessen Auswirkungen indirekt auch Haan betroffen wurde.

 

Als Folge der staatlichen Kontrolle und Reglementierung aller vorhandenen Rohstoffe stellte die chemische Fabrik Walther Wolff aus Elberfeld ihre Produktion auf die Herstellung von Pikrinsäure um und verlegte deren erneute Produktionsstätte auf die Gruitener Straße. Bereits 1885 war der explosive Charakter dieser Säure entdeckt worden. Im ersten Weltkrieg mußte die Sprengstofferzeugung gegenüber dem Friedensbedarf etwa um das Dreißigfache gesteigert wer­den. Ab 1914 wurden Granaten mit dieser Che­mikalie gefüllt, weil infolge ihrer geringen Stoßempfindlichkeit weniger Rohrkrepierer zu befürchten waren. Allerdings ist Pikrinsäure ein gefährliches Gift, das beim Einatmen, auch über die Haut, zu erheblichen Gesundheitsschäden führen kann (u.a. Zerstörung der roten Blutkörperchen und Nierenschäden).33)    

 

Im April 1915 ermächtigte das stellvertretende Generalkommando des 7. Armeekorps in Münster den Düsseldorfer Regierungspräsidenten, für die Dauer des Krieges die Wiederaufnahme der Pikrinsäureproduktion in der früheren Fabrik der „Firma C. vom Bauer zu Ellscheid“ zu genehmigen. Widerspruch gab es im Krieg natürlich nicht. Die Firma Wolff hatte das Terrain inzwi­schen wahrscheinlich käuflich erworben. Die noch vorhandenen Anlagen sollten wieder be­nutzt, die fehlenden technischen Einrichtungen neu installiert werden, wie z. B. ein Wellblechbau für die „Aufnahme von elektrischen Motoren“. Der auf dem Gelände gelegene Brunnen und das Haaner Wasserwerk sollten den zur Produktion erforderlichen enormen Wasserbedarf liefern.

 

Ende Juni war die Fabrik erneut betriebsfertig, allerdings „unter Abstandnahme von gesetzlichen Formvorschriften ...‚ sofern Leben und Eigentum Dritter dadurch nicht gefährdet werden“. Erst später in Friedenszeiten könnten die „massiven Bestimmungen“ wieder in Kraft treten. Offen­sichtlich wurde die Gefährlichkeit der Pikrinsäure für die Bevölkerung in Haan zumindest für die Dauer des Krieges von den Militärs bewußt in Kauf genommen. Ob und wann jedoch mit der Herstellung dieser Säure begonnen wurde, läßt sich aus den benutzten Quellen nicht entnehmen.34)  

Jedenfalls warb die Firma Wolff von August bis September 1915 sowohl in der Haaner als auch der Walder Zeitung mit gleichlautenden Anzeigen um Arbeitskräfte, da diese trotz zahlreicher ausländischer Kriegsgefangener am Ort rar waren.

 

Kein anderes Inserat bot solch verlockende Angebote wie das von Wolff: Hoher Lohn, billige Wohnung und Verpflegung an der Arbeitsstätte. Was die Firma herstellte, stand nicht in den Anzeigen. Als Standort war Gruiten angegeben. Gesucht wurden Arbeiter und Vorarbeiter, auch weibliche, später noch Meister und Jugendliche. Über den Erfolg der Werbeaktion ist nichts bekannt. Probleme mit der unzureichenden Wasserzufuhr führten 1916 zur Stillegung des Werkes.35)    

  

Anmerkungen:

Dieser Aufsatz stellt die stark gekürzte Fassung eines Vortrags vor der Abteilung Haan des Bergischen Geschichtsvereins am 12.5.1999 dar. Dieser Auszug stützt sich im wesentlichen auf die Dissertation von Ralf Henneking, ohne sie im einzelnen zu zitieren. Im Vortrag wurden auch die Quellenlage, das Aussehen der Fabrik, sowie ihr Schicksal nach dem Ersten Weltkrieg ausführlich behandelt.

1 Handbuch der Deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Bd. 2,S.71 und S.89.
2 Rheinprovinz, S. 458.
3 Hoth, S.187.
4 Meilensteine, S.30. - Beyer (1876), S.75.
5 Elberfelder Zeitung vom 3.12.1873.
6 Arnold, S.154 ff. - Rheinprovinz, S. 459. - Adreßbuch der Stadt Barmen (1871/72. S.209. - Barmer Zeitung von 28.11.1873, - Carl. S. 13 und S. 17 f.
7 Hoth, S. 96. - Meilensteine. S. 30. - Carl, S. 19. - Beyer (1874). S. 35 und  (1876), S.75 f. - HStAD: Regierung Düsseldorf. Nr. 24, 636. Bl. 1-5. - Schumann, S. 159 und S. 310.
8 HStAD: Regierung Düsseldorf Nr 24. 636, Bl.l6. - Beyer (1874). S.30. - StA Haan. Nr. 10/22,S.69 und S. 72, - Adreßbuch des Regierungsbezirks Düsseldorf(1861),S. 13Sf.
9 Carl, S. 22. - Beyer (1874), S, 110 ff. - HStAD: LA Mettniann, Nr. 268, Bl. 45 f. – Auszug Handelsregister. - HStAD: Regierung Düsseldorf, Nr 24. 636, El. 8 und El. 45.
10 Adreßbuch der Stadt Elberfeld (1867/68), S. 23, S,168, S. 253. - Adreßbuch der Stadt Barmen (1871/72), S. 257 und S. 344. - Carl, S. 13 und S. 22.- Auszug Handelsregister.
11 Beyer (1876), S. 76 Anmerkungen. - Elberfelder Zeitung vorn 3.12.1872.- Kölnische Zeitung vom 26.11.1872. - Rheinisches Volksblatt vom 1.10.1872.
12 Beyer (1874), 5. 36. - Elberfelder Zeitung vorn 3.12.1873.
13 Solinger Zeitung vom 15.11. 1872.- Bergischc Zeitung vom 16.11. 1872.- Solinger Kreis- und Intelligenzblatt vom 17.11.1872.
14 HStAD: Regierung Düsseldorf, Nr. 26.636, El. 35-52 und Bl. 60-91. - Elberfelder Zeitung vom 3.12.1872., Beyer (1874), S,7ff.
15 Anzeiger für Berg und Mark vorn 27.11.1872. - Bergische Zeitung vom 3.12.1872. - Elberfelder Zeitung vom 12.12 1872. - Einwohnermeldekartei Düsseldorf MF 239.- Adreßbuch des Regierungsbezirks Düsseldorf (1861), S. 21. - Rheinisches Volksblatt vom 16.11.1872.
16 Bergische Zeitung von 26.11. und vom 14.12. 1872.- Elberfelder Zeitung vorn 3.12.1872. - Rheinisches Volksblatt vorn 14.12.1872.
17 Die Sublimieröfen bildeten einen ständigen Grund der Auseinandersetzungen; vgl. - StA Hann, Nr 10/91, S. 62, S. 74 und S. 119. - Beyer (1874). S. 108f.- Bergische Zeitung vom 11.7.1874.
18 Beyer (1876), S.76f.
19 Bergische Zeitung vom 8.8.1876.
20 Ebenda vom 5.7.1881. - Beyer (1882), S. 56. - Jahresberichte der  Fabrikinspektoren (1876), S. 17.
21 Düsseldorfer Volkshlatt vom 14.8.1881. -Weiss, S. 168.- Auszug Handelsregister.
22 Walder Zeitung vom 1.1.1887.-Bayer S. 387.
23 Carl, S. 19. - HStAD: Regierung Düsseldorf, Nr. 24.639, ohne Blattzählung. - Haaner Zeitung vom 19.12.1901. - Schürmann, S. 58 ff.
24 Meilensteine, S.93,- Fischer S.427 f.
25 Walder Zeitung vom 4.9.1888; HStAD: Regierung Düsseldorf, Nr 24.638, Bl. 306. - Weiss, S. 196. Fischer, ebd. - StA Haan, Nr 10/91, S. 182.
26 Meilensteine, ebd, - Fischer, ebd. und S. 594.
27 Gebäudesteuerrolle, Gemarkung Haan (1910-1924), Nr. 271, Rollennummer 900. - Adreßbuch der Stadt Elberfeld (1898/99), S. 216 und (1901), S.714. - Auszug aus dem Handelsregister.
28 HStAD: Regierung Düsseldorf, Nr. 24.616, Bl. 20,23,29,30 und Bl. 49.
29 Römpp, Artikel Pikrinsäure.
30 HStAD: Regierung Düsseldorf, Nr 24.616, Bl. 53 und Bl. 60 bis 65.
31 Ebd., Nr. 24.619, ohne Seitenzählung. - Haaner Zeitung vom 23.6.1903.
32 Adreßbuch der Stadt Haan (1909), S. 22. - Adreßbuch der Stadt Elberfeld (1909), S. 394. -   Deutsches Reichsadreßbuch (1913), Bd. 2, 2. Teil, S. 3369.- Auszug aus dem Handelsregister
33 Handbuch der Deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, S. 106 und S. 799 ff - Bergisch- Märkische Zeitung vorn 17.12.1936. - Adreßbuch der Stadt Elberfeld (1914)S. 609. - Rörnpp, Artikel Pikrinsäure.
34 Bauaufsichtsamt Haan, Akte Gruitener Str. 83. - Gebäudesteuerrolle, Gemarkung Haan (1910-1924), Nr. 271, Rollennummer 900.
35 Bergisch - Märkische Zeitung vorn 17,12.1936. - Haaner Zeitung vom 15.11.1915.
 

 

 

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Daten und Ereignisse überwiegend entnommen aus folgenden Veröffentlichungen:

 

Dr. Reinhard Koll vom Bergischen Geschichtsverein Haan e.V.